Schirmherrschaft

Susann Rüthrich, Foto: Susi Knoll

Grußwort der Schirmherrin des Deutschen Reha-Tags 2019 Susann Rüthrich, MdB und Vorsitzende der Kinderkommission im Dt. Bundestag

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

ich freue mich, dass im Mittelpunkt des diesjährigen Deutschen Reha-Tags die Kinder und Jugendlichen unseres Landes stehen. Aus diesem Grund ist es mir eine besondere Herzensangelegenheit die Schirmherrschaft für den bereits 16. Aktionstag zu übernehmen.

Alle Kinder in unserem Land sollen von klein auf einen guten Start ins Leben haben und gesund aufwachsen können! Das klingt ganz selbstverständlich, ist es aber nicht. Noch immer leiden in Deutschland 10 bis 20 Prozent der Kinder und Jugendlichen an gesundheitlichen Problemen, psychischen Auffälligkeiten und chronischen Erkrankungen. Das belegen Untersuchungen wie die KiGGs-Studie des Robert-Koch-Instituts. Asthma, Neurodermitis, Adipositas, ADHS oder Störungen des Sozialverhaltens beeinträchtigen teilweise in starkem Maße den Alltag von Kindern, Jugendlichen und ihrer Familien. Sie führen zu Problemen im sozialen Umfeld, in Kita, Schule oder in der beruflichen Ausbildung. Denn oftmals gehen chronische Krankheiten bei jungen Menschen mit erheblichen Folgewirkungen einher: sie verlieren ihr Selbstbewusstsein, fühlen sich ausgegrenzt, ziehen sich zurück, die Schulleistungen werden schlechter. Eine wirksame Hilfe bietet die mehrwöchige Kinder- und Jugendrehabilitation in qualifizierten Fachkliniken.

Doch nach wie vor werden diese medizinisch unterstützenden Reha-Maßnahmen noch viel zu selten in Anspruch genommen. Zum einen, weil viele Familien noch nie etwas von der Reha für Kinder- und Jugendliche gehört haben. Zum anderen, weil die Angst vor Schulversäumnissen viele Kinder, Jugendliche und Eltern davon abschreckt eine solche Reha-Maßnahme zu beantragen. Doch eine medizinische Kinder- und Jugend-Reha kann viel bewirken!

Die Politik hat das erkannt und Kinder- und Jugend-Reha der Deutschen Rentenversicherung als Pflichtleistung mit dem Flexirentengesetz vom Dezember 2016 aufgewertet und zusätzliche Leistungen eingeführt. So wird künftig die bisherige stationäre Reha durch eine ambulante ergänzt und eine Nachsorge zur Verbesserung der Nachhaltigkeit eingerichtet. Die bisherige Regelung der Vierjahreswiederholungsfrist wurde abgeschafft. Außerdem können Eltern ihre Kinder nun bis zu deren 12. Geburtstag in die stationäre Reha begleiten.

Ich wünsche dem Deutschen Reha-Tag 2019 ein gutes Gelingen mit interessanten Veranstaltungen und vielen Besuchern!

Ihre Susann Rüthrich