Die Botschaften des Reha-Tages

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REchtzeitig HAndeln - Reha schafft Perspektiven

Mit seinen "Botschaften" hat der Deutsche Reha-Tag in den vergangenen sieben Jahren mit unterschiedlicher Schwerpunktsetzung deutlich gemacht, welchen Stellenwert die Rehabilitation für den einzelnen Menschen, die Wirtschaft und die Gesellschaft besitzt. Die Kernaussagen dieser Botschaften sind:

 

REHA ist unverzichtbar

Krankheiten, Behinderungen und Unfälle können jeden Menschen in jeder Lebensphase treffen. Solche Schicksalsschläge verändern alle Perspektiven von einem Tag auf den anderen. Probleme beim Verlust des Arbeitsplatzes, dem Einstieg oder der Rückkehr ins Erwerbsleben und erhebliche Einschnitte im Alltag sind oft die gravierenden Folgen. Hier hilft die Rehabilitation: Sie berücksichtigt von Anfang an alle Phasen des Krankheitsverlaufs, individuelle Stärken und Schwächen, unterschiedliche Bedürfnisse und Möglichkeiten der betroffenen Menschen. Um beste Ergebnisse zu erzielen, verzahnt sie frühzeitig medizinische, berufliche und soziale Aspekte, erwägt Alternativen und parallele Entwicklungen. Sie stimmt die Wirkung von Behandlung, Therapie, Training und Schulung als Prozess aufeinander ab. Als kompetenter Lotse begleitet die Rehabilitation kranke und behinderte Menschen auf ihrem Weg durch das System der Gesundheits- und Teilhabesicherung.

 

REHA ist generationengerecht

Für die meisten Menschen in unserer Gesellschaft ist Arbeit die Grundlage für ein selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Leben. Vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung und einer verlängerten Lebensarbeitszeit wird es immer wichtiger, leistungsfähig zu bleiben. Rehabilitation erhält Menschen aller Generationen gesund und aktiv. Sie verhindert Frühverrentung und Pflegebedürftigkeit, sichert Lebensqualität und Selbstbestimmung.
Kinder und Jugendliche sind die Garanten des Generationenvertrages. Die Zahl chronisch kranker Kinder und Jugendlicher nimmt kontinuierlich zu. Experten gehen davon aus, dass in Deutschland mindestens jeder zehnte junge Mensch unter 20 Jahren an einer chronischen Erkrankung oder Behinderung leidet. Hier haben Prävention und Rehabilitation einen herausragenden Stellenwert und sind eine Investition in die Zukunft.
Auf der anderen Seite steigt die Lebenserwartung und es häufen sich chronische Erkrankungen und Hilfebedürftigkeit. Medizinische und soziale Rehabilitation, Hilfsmittelversorgung, Wohnungsanpassung und Angehörigenberatung schaffen die Voraussetzung für eine weitgehend aktive und selbstständige Lebensgestaltung. Rehabilitation wendet Pflegebedürftigkeit ab. Rehabilitation vor Pflege sichert Lebensqualität und Selbstbestimmung auch im Alter. Sie ist ein Maßstab für Solidarität und Menschlichkeit in unserer Gesellschaft.

 

REHA ist ganzheitlich

Im Mittelpunkt der Rehabilitation steht der Mensch als Experte in eigener Sache. Gemeinsam mit den Betroffenen werden die Ziele der Rehabilitation individuell erarbeitet. Medizinische, berufliche und soziale Rehabilitation berücksichtigen Körper, Psyche und individuelle Situation.
Ärzte, Physiotherapeuten, Sozialpädagogen, Psychologen, Ausbilder, Lehrkräfte, Integrationsexperten und andere Berufsgruppen arbeiten mit den Betroffenen und ihren Familien in multiprofessionellen Teams zusammen. Rehabilitation vernetzt Prävention und Nachsorge ebenso wie das soziale und berufliche Umfeld. Sie besitzt dadurch beispielhafte Kompetenzen bei der Integration kranker und behinderter Menschen in Alltag, Familie und Beruf. Mehr als jeder andere Versorgungsbereich bezieht Rehabilitation die Lebenswelt der Betroffenen mit ein.

 

REHA ist qualitätsgeprüft

Die Rehabilitation setzt Maßstäbe. Sie gewährleistet mit ihren spezialisierten Einrichtungen die Behandlung ihrer Patienten nach dem neuesten Stand von Wissenschaft und Forschung und darf nicht mit Kur, Urlaub oder Wellness verwechselt werden.
Die rehabilitationswissenschaftliche Forschung wird durch die zuständigen Ministerien und Verbände seit Jahren gefördert und unterstützt. Mehr als in jedem anderen Bereich der Gesundheitssicherung verfügen deshalb die Kliniken und Einrichtungen der Rehabilitation schon heute über funktionierende Qualitätsmanagementsysteme und eine vergleichende Qualitätssicherung. In die regelmäßige Bewertung der Behandlungsprozesse und -ergebnisse sind die Rehabilitationsträger, die Patienten und die Mitarbeiter einbezogen. Mit ihren Qualitätsinitiativen war und ist die Rehabilitation Vorreiter im deutschen Gesundheitswesen. Rehabilitation ist qualitätsgeprüfte Gesundheitssicherung. Sie findet nur in Einrichtungen statt, die sich intern und extern einer Qualitätssicherung unterziehen. Die hohe Qualität rehabilitativer Einrichtungen sichert zielgerichtet die bestmöglichen Behandlungsergebnisse.

 

REHA ist ökonomisch

Rehabilitation rechnet sich: Rund 80 Prozent aller Rehabilitanden im erwerbsfähigen Alter verbleiben nach einer Rehabilitation im Berufsleben. Die Kosten amortisieren sich oft schon nach wenigen Monaten, Renten- und Sozialleistungen werden durch rechtzeitige Rehabilitation vermieden, Beiträge zur Sozialversicherung weitergezahlt, Betroffenen werden Arbeitsplätze und den Betrieben Know-how gesichert. Die Prinzipien „Reha vor Rente“ und „Reha vor Pflege“ bringen alle Beteiligten in eine win-win-Situation: Der Rehabilitand profitiert, alle Leistungsträger sparen und die Unternehmen gewinnen gut ausgebildete, motivierte Fachkräfte. Rehabilitation ist eine betriebs- und volkswirtschaftlich sinnvolle Investition in die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft und wird immer mehr zu einer ökonomischen Notwendigkeit. Die Gesellschaft sollte also nicht an, sondern sie kann mit der Rehabilitation sparen.
Zusätzlich sind Rehabilitationseinrichtungen wichtige Wirtschaftsfaktoren an sich, die hochqualifizierte Arbeitsplätze bieten und damit einen Wirtschaftszweig darstellen, der weit mehr bedient als einen sozialen Auftrag.

 

REHA vernetzt sich

Um den individuellen Hilfebedarf der Betroffenen frühzeitig erkennen und bestehende Ressourcen optimieren zu können, ist die Zusammenarbeit von Leistungsträgern und Leistungserbringern der Rehabilitation untereinander wie sektorenübergreifend – etwa mit der Akutversorgung und der Pflege – entscheidend. Gefordert ist eine starke inhaltliche, fachliche und konzeptionelle Vernetzung aller beteiligten Akteure. Das erfordert von allen Beteiligten die Bereitschaft zu sektorenübergreifendem Denken und Handeln, zu einer effektiven gemeinsamen Kommunikation und Kooperation. Es ist das Anliegen der Rehabilitation, diese institutionelle Vernetzung und Zusammenarbeit aller Beteiligten noch stärker als bisher voranzutreiben. Deshalb fordert und fördert der Deutsche Reha-Tag das Schaffen von Gesundheits- und Rehabilitations-Netzwerken, vor Ort und in der Region.

 

Hier finden Sie die Botschaften als PDF-Datei zum Herunterladen

Die Botschaften des Reha-Tages

 

Die Botschaften der Reha-Tage 2004 bis 2007 zum Herunterladen.

Die Botschaften des Reha-Tages 2006 REchtzeitig HAndeln - Engagement für Generationen

Die Botschaften des Reha-Tages 2005 REchtzeitig HAndeln - Durch Reha mitten im Leben

Die Botschaften des Reha-Tages 2004 Fünf gute Gründe rechtzeitig zu handeln